Zahnkliniken in Basel: Wer kommt für die Behandlungskosten auf?

Die Zahl der Zahnkliniken in Basel hat sich in den letzten Jahrzehnten stark vergrößert: Neben den vielen Privatpraxen existieren in der drittgrößten Stadt der Schweiz heute zahlreiche Gesundheitszentren, in denen zahnmedizinische Behandlungen aller Art durchgeführt werden. Doch wer kommt eigentlich für die Therapiekosten auf?

Behandlungen von Einheimischen

In der Schweiz gibt es eine allgemeine Versicherungspflicht. Dies bedeutet, dass sich jeder Einwohner bei einer Krankenkasse seiner Wahl versichern muss – unabhängig davon, ob die betreffende Person die schweizerische Staatsangehörigkeit besitzt oder nicht. Die Grundversicherung umfasst medizinische Leistungen für Krankheiten, Unfälle und Mutterschaften.

Zahnmedizinische Behandlungen wie das Entfernen von Karies und das Einsetzen von Füllungen werden dagegen nur selten von der Grundversicherung übernommen. Ausnahmen stellen Erkrankungen des Kausystems und Behandlungen aufgrund schwerer Allgemeinerkrankungen dar. Aus diesem Grund empfiehlt sich das Abschließen einer ambulanten Zusatzversicherung, die sämtliche zahnmedizinische Leistungen abdeckt.

Bei jeder Behandlung muss der Versicherte 10 Prozent der Kosten selbst tragen. Wer eine Zahnklinik in Basel aufsucht, sollte sich daher unbedingt nach dem Taxpunktwert erkundigen, der einer der wesentlichen Faktoren für die Berechnung der Endsumme ist.

Behandlungen von Ausländern

Ausländer dürfen sich bei Notfällen prinzipiell an jede Zahnklinik in Basel wenden. In besonders dringenden Fällen kann die Ambulanz (144) gerufen werden. Falls vorhanden, sollte die Krankenversicherungskarte bei jedem Arztbesuch oder Medikamentenkauf mitgeführt werden. Je nach Art der Versicherung wird dem Leistungsnehmer ein Teil der Kosten erstattet.

Staatsangehörige von EU-Ländern verfügen über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), mit der sie europaweit Zugang zu medizinischen Leistungen haben. Die Karte gilt sowohl innerhalb der EU-Grenzen als auch in einigen assoziierten Ländern, zu denen auch die Schweiz gehört. Die EHIC-Karte kann jedoch nur im öffentlichen Gesundheitssystem genutzt werden – Dienstleister aus dem Privatsektor rechnen ihre Leistungen eigenständig ab.

Geplante Zahnbehandlungen

Bei Notfällen hat man in der Regel keine Probleme, die gezahlte Summe zurückerstattet zu bekommen. Entscheidet sich ein Versicherter jedoch bewusst für eine Behandlung in einer bestimmten Zahnklinik in Basel, sieht die Situation anders aus: In diesem Fall sollte im Vorfeld abgeklärt werden, ob die entstehenden Kosten übernommen werden oder nicht. Da die Löhne und Honorare in der Schweiz zu den höchsten der Welt zählen, ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass die Kasse eine geplante Behandlung finanziert.

Chronisch Kranke sind insofern ein Sonderfall, als bei solchen Patienten eine engmaschige medizinische Überwachung notwendig sein kann. Ist dabei der Einsatz besonderer Gerätschaften (z.B. Dialysegeräte) erforderlich, darf die Krankenkasse die Kostenübernahme ablehnen. Der abgedeckte Bereich erstreckt sich nur auf die unmittelbar erforderliche Versorgung sowie auf die fortlaufende Versorgung bei Erkrankungen wie Rheuma oder Diabetes.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kostenübernahme

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