Welche öffentlichen Zahnkliniken gibt es in Basel?

In der drittgrößten Stadt der Schweiz gibt es eine Vielzahl von privat geführten Zahnkliniken, von denen einige einen exzellenten Ruf genießen. Weniger bekannt ist, dass außerdem auch zwei öffentliche Zahnkliniken in Basel existieren. Im Folgenden finden Sie einige Hintergrundinformationen über diese wichtigen Institutionen.

Schulzahnklinik (SZK)

Die SZK stammt noch aus einer Zeit, in der die Zahnsituation von Kindern außerordentlich schlecht war. Mundhygiene war zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowohl für Kleinkinder als auch für viele Jugendliche ein Fremdwort, sodass Karies und Parodontose leichtes Spiel hatten. Vor diesem Hintergrund wurde die Idee entwickelt, eine öffentliche Zahnklinik in Basel zu eröffnen, in der alle Kinder des Kantons Zugang zu qualifizierter medizinischer Versorgung haben sollten.

Auf politischer Ebene bestand zur damaligen Zeit weitgehend Einigkeit über die Notwendigkeit des Projekts, sodass die Schulzahnklinik im Jahr 1921 in Betrieb genommen werden konnte. Die Zahnbehandlungen wurden mithilfe staatlicher Subventionen querfinanziert. An diesem Prinzip hat sich bis heute nichts geändert.

Zu den erbrachten Dienstleistungen in der SZK zählt neben der Prophylaxe in den unterschiedlichen Lebensphasen in erster Linie die Behandlung und Wiederherstellung von Zähnen. Dabei werden moderne Materialien verwendet, wie sie auch in privat geführten Zahnkliniken in Basel zum Einsatz kommen. Zum Tagesgeschäft der SZK gehört außerdem die Durchführung von Kontrolluntersuchungen in den städtischen Schulen.

Außerhalb der Klinik im Stadtteil St. Alban werden auch im Universitäts-Kinderspital UKBB in der Spitalstrasse 33 medizinische Leistungen angeboten. In abgelegenen Außenquartieren gibt es außerdem Behandlungswagen, in denen sich Kinder der Unterstufe fachmännisch untersuchen und behandeln lassen können. Die Altersgrenze liegt bei 16 Jahren – wer seinen 17. Geburtstag bereits hinter sich hat, muss auf die Volkszahnklinik (siehe unten) ausweichen.

Volkszahnklinik (VZK)

Die zentral am Claraplatz gelegene Volkszahnklinik (VZK) wurde drei Jahre nach der Eröffnung der Schulzahnklinik eingeweiht. Zugang hatten alle Erwachsenen, die im Kanton Basel-Stadt ihren festen Wohnsitz hatten. Wie bei der SZK wurden die Behandlungen auch hier von Beginn an staatlich subventioniert, sodass die finanzielle Situation der Patienten keine Rolle spielte.

Das Behandlungsangebot umfasst derzeit eine poliklinische Sprechstunde (täglich von 13:15 bis 16:30 Uhr) sowie Behandlungen in den verschiedenen zahnmedizinischen Abteilungen. Notfallpatienten werden grundsätzlich noch am selben Tag versorgt. Für die poliklinische Sprechstunde wird kein Termin benötigt. Das Angebot richtet sich jedoch vornehmlich an Menschen, die unter akuten Schmerzen leiden. Die Weiterbehandlung erfolgt in einer Privatpraxis oder, falls erforderlich, in einer anderen Klinik.

Im Unterschied zu anderen Zahnkliniken in Basel verfügt die VZK über eine gute Verkehrsanbindung und ein eigenes Parkhaus, welches sich ganz in der Nähe befindet. Gehbehinderte können über Rampen in das Gebäude gelangen und sich dort problemlos bewegen. Spezielle Behandlungseinrichtungen für Rollstuhlfahrer sind ebenfalls vorhanden.

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